Erfolgreiche Schweizermeisterschaft in Sarnen
Letzten Samstag fand in Sarnen die diesjährige Schweizermeisterschaft im Kyokushinkai Karate statt. Dieser Karatestil zeichnet sich damit aus, einer der härtesten auf der Welt zu sein. Den im Kyokushinkai Karate wird im Vollkontakt Modus gekämpft. In anderen Stilrichtungen darf ein Schlag zum Beispiel nur angedeutet werden. Im Kyokushinkai dürfen diese Schläge durchgezogen werden.
Für den Karate Club Anglikon liefen am Samstag drei Karatekas auf. In der Kategorie Herren Elite 70-80Kg David Wyss, in der Kategorie Junioren Mädchen Simena Moos und in der Kategorie Junioren Knaben Levin Lüthi. Bei den Kategorien Junioren wird mit Helm, Hand- und Schienbeinschoner gekämpft um die Schläge abzudämpfen. In der Kategorie Elite werden die Schoner weggelassen und es wird nur mit dem obligatorischen Tiefschutz bei den Herren und bei den Damen mit dem Brustschutz gekämpft. Sicher kein Sport für Zartbesaitete. Allerdings wissen die Athleten was sie machen und werden in den Trainings für solche Wettkämpfe vorbereitet.
Der erste Angliker an diesem Turnier war Levin Lüthi in der Kategorie Junioren Knaben. Er absolvierte in seinem Pool total 4 Kämpfe von denen er 3 für sich entscheiden konnte. Mit diesem Resultat sicherte er sich den ausgezeichneten 2 Schlussrang und wurde verdient Vize Schweizermeister 2021. Lüthi bewies auch diesmal seine Konstanz und holte sich in den einzelnen Kämpfen sehr oft mit den Beinen die benötigten Punkte. Aber gerade die Beintechnik seines Gegners im letzten Kampf kosteten Ihm den vierten Sieg. Den dieser konnte zweimal einen Kopftreffer landen und Lüthi nur einen. Alles in allem eine top Leistung.
Als zweiter Angliker musste Simena Moos auf die Matte. Sie fing sehr engagiert an und konnte gut mithalten bis zu dem Moment als Sie durch einen frontalen Fussschlag auf den Helm getroffen wurde. Was zu diesem Zeitpunkt nicht zu sehen war, die Oberlippe wurde durch das Gitter des Helmes aufgerissen. Das brachte die junge Kämpferin leider aus dem Konzept und Sie befand sich mehrheitlich in der Defensive. Am Schluss wurde der Fusstreffer der Gegnerin als halben Punkt bewertet und gewann diese den Kampf. Der zweite Kampf wurde nicht ausgetragen da Simena verletzungsbedingt Forfait gab.
Als letzter vom Team Anglikon wurde David Wyss auf seine Fitness geprüft. Man kann es jetzt schon vorwegnehmen die war ausgezeichnet. Wyss musste in seinem ersten Kampf gegen einen Gegner aus Lugano antreten. Schnell war klar, dass Wyss physisch wie auch technisch dem Gegner überlegen war. Manchmal fast zu schnell mit den Fäusten was Ihm später dann zwei Verwarnungen wegen zu hohen Faustschlägen einbrachte. Trotz den Verwarnungen konnte sich Wyss diesen Sieg sichern. Im zweiten Kampf, arbeitet Wyss wie eine Dampflokomotive. Immer geradeaus mit einer unglaublichen Kadenz an Schlägen, deckte er den späteren Schweizermeister Robin Stalder ein. Stalder wusste effektiv nichts dem entgegen zu setzen und stand kurz vor dem aufgeben als ein Faustschlag den Kopf Stalders traf. Der Kampf musste unterbrochen werden und Wyss wurde für diese unerlaubte Technik verwarnt. Die Pause war so lange, dass sich Stadler sehr gut erholen konnte und in der restlichen Kampfzeit Wyss Paroli bieten konnte. Die Schiedsrichter gaben dann auch wegen diesem unerlaubten Schlag ins Gesicht dem späteren Schweizermeister Stalder den Sieg und Wyss erreichte den guten dritten Rang.